Text: Toni Kaiser, Titelbild: zVg Keen

Winterwanderschuhe

Robust, warm und griffig sollen Winterwanderschuhe sein. Und das gilt sowohl für Modelle, die auf der Tour wie auch in der Stadt getragen werden. Bei Kälte, Nässe von oben und unten, Matsch und Schnee haben Winterwanderschuhe ihre grosse Zeit. «Innen warm – alles warm» heisst die Devise.

Eine Winterwanderung mit normalen Trekkingschuhen kann gut gehen – oder auch nicht. Dann nämlich, wenn die Füsse frieren, weil Schnee in den Schaft gelangt, oder wenn der Schuh ständig wegrutscht. Wer auch im Winter regelmässig wandern oder mit Schneeschuhen unterwegs sein möchte, sollte sich deshalb den Kauf von speziell dafür geeigneten Winterwanderschuhen überlegen.

Wärme, Schutz vor Feuchtigkeit und Rutschfestigkeit sind die wichtigsten Anforderungen, die an einen Winterwanderschuh gelegt werden. Und natürlich dürfen sie auch noch einigermassen gut aussehen. Zu dünne Sohlen zum Beispiel können der Kälte auf längere Zeit nicht trotzen, zudem können solche Sohlen kein starkes Profil besitzen, was Ausrutscher auf im Matsch und auf harten bis eisigen Unterlagen verhindern würde. Speziell für kalte Temperaturen ausgelegte Gummimischungen mit einem starken Grip wirken dem entgegen, ähnlich wie bei Autoreifen, die im Winter ebenfalls eine andere Gummimischung brauchen als im Sommer.

Winterwanderschuhe sind harten Bedingungen ausgesetzt. Auch wenn es gerade nicht schneit oder regnet, ist im Winter der Boden in der Natur oft feucht. Eine Feuchtigkeit, die nach und nach den ganzen Schuh durchdringt, wenn er nicht entsprechend gegen Nässe gefertigt ist. Hier kommen zum Beispiel wie bei Textilien atmungsaktive Membrane  zum Einsatz, die den Schuh nicht nur wasserdicht von aussen machen, sondern auch die Feuchtigkeit vom Fuss weg nach draussen transportieren. Und  – besonders wichtig –  sorgen spezielle Isolationsmaterialien dafür, dass beim Wandern wie beim Stadtbummel die Füsse warm bleiben, ähnlich wie das auch bei Jacken und Schlafsäcken angestrebt wird.

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Als weitere äusserliche Merkmale sollten Winterwanderschuhe in der Regel hoch gefertigt sein, also bis mindestens über den Knöchel reichen. Dies verhindert nicht nur das Eindringen von Schnee und Nässe in den Schaft, sondern auch das seitliche Umknicken zum Beispiel bei einem Ausrutscher auf einer Eisblase. Als Obermaterial wird das klassische Leder mehr und mehr durch synthetische Materialien abgelöst, wie Grob-Polyester oder Ripstop-Nylon. Diese sind leichter, auch pflegeleichter, trocknen rascher und schützen den Fuss gut gegen Stösse. Eine hochgezogene Zehen- und eine feste Fersenkappe sind für schneeschuhtaugliche Modelle optimal, vor allem wenn die Schneeschuhe mit Riemen fixiert werden müssen. Ausserdem sollte man darauf schauen, dass bei Bedarf auch Gamaschen und Grödel gut befestigt werden können.

Vor einem Kauf lohnt es sich also, seine Bedürfnisse – zum Beispiel Wandern auf Schnee und Eis oder einfach nur Stadtbummel oder beides? – gut zu klären und sich beim Fachhändler ausführlich beraten zu lassen. Viele Hersteller haben ihr Sortiment an Winterwanderschuhen in den letzten Jahren erheblich ausgebaut – auch mit verschiedenen Leisten für Damen- respektive Herrenmodellen. 

Weitere Infos und Produkteempfehlungen in Wandermagazin SCHWEIZ 6/2020

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Wasser ist lebenswichtig. Doch nicht nur das: Wandern an Flüssen und Bergbächen entspannt. Je nach Gelände sind die Bewegungen des fliessenden Wassers plätschernd, murmelnd, gurgelnd oder tosend. Dieses Heft widmet

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