Text: Toni Kaiser, Bilder: Jochen Ihle

Osterglocken

Eine der grossen Augenweiden des Frühlings sind die von Osterglocken übersäten Wildwiesen. Ob weiss oder gelb, die Zwiebelpflanze aus den Amaryllis-Gewächsen, die rund um die Osterzeit blüht, ist eine Beauty und in China gar ein Glückssymbol.

Der botanische Name «narcissus» entstammt dem Griechischen und bedeutet «betäuben» – in Anlehnung an den betörenden Duft, den die Dichternarzisse verströmt. In Verbindung gebracht wird die Blume mit dem gleichnamigen Helden, der sich unsterblich in sein Spiegelbild in einer Bergquelle verliebte, ohne sich selbst darin zu erkennen. Jedesmal, wenn er sich ihm näherte und es küssen wollte, zerfloss das Bild im Wasser. In der Erkenntnis, den Geliebten niemals berühren zu können, starb er voll Sehnsucht und Gram. Statt des Leichnams fand man an dessen Stelle eine blühende Narzisse. Für Insekten ist die Pflanze eine frühe Nektarlieferantin, für uns Menschen jedoch giftig – auch die Gartenformen; sie enthalten Alkaloide, die sie vor Schädlingen schützen.

Die Wanderung auf dem Tourenplaner SCHWEIZ:

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