Text: Toni Kaiser, Bild: zVg Vaude

Leichte Isolationsjacken

Leichte Isolationsjacken – auch Thermojacken genannt – werden im Drei-Schichten-Prinzip normalerweise als mittlere, also wärmende Schicht unter der Wetterschutzjacke getragen. Sie sind ausserordentlich leicht und brauchen im Rucksack nur sehr wenig Platz. Bleibt die Frage, wie viel an so einer Jacke dran sein muss.

Frösteln ist ein unangenehmes Gefühl, das wir alle kennen. Noch akzentuierter auf dem Berg, wenn der Körper im Aufstieg geschwitzt hat und uns ein strammer Wind um die Ohren bläst. Dann ist eine leichte Isolationsjacken der perfekte Ausrüstungsgegenstand – ob frühmorgens beim Aufbruch, bei der Rast oder abends vor der Hütte. Viele bezeichnen so eine Jacke gar als ihr Lieblingsteil, auf das sie auf keiner Tour mehr verzichten würden. Nicht mal im Sommer. Denn sie wärmt, ist unglaublich leicht und lässt sich ausserordentlich klein verpacken. Und nach der Pause verschwindet sie wieder im Rucksack – oder bleibt für die Abfahrt oder den Abstieg am Körper.

In der Vergangenheit haben Outdoorsportler wegen ihres guten Schutzes vor der Kälte gerne zur herkömmlichen (dicken) Daunenjacke gegriffen. Es ist aber noch nicht so lange her, dass immer mehr dieser dünnen Isolationsjacken – auch Thermojackengenannt – auf dem Markt erschienen sind. Diese bieten im Vergleich zu den herkömmlichen Jacken einige «gewichtige» Vorteile. Sie müssen im Drei-Schichten-Prinzip aber auch andere Voraussetzungen erfüllen, weil sie (normalerweise) nicht als dritte, sondern als mittlere, also zweite Schichtgetragen werden. Sie dürfen also nicht allzu dick, müssen aber auch nicht wind- oder wasserdicht sein. Wären sie das nämlich, würden sie den Transpirationsfluss von innen nach aussen verhindern. Ihre Hauptfunktion ist vielmehr das Konservieren von Wärme. Für den Wetterschutz ist entsprechend dem Zwiebelprinzip der wasserdichte Hardshell, also die robuste Wetterschutzjacke zuständig. Beide sollen einander ergänzen und nicht miteinander konkurrieren.

Von einer solche Jacke wünscht man sich also einen hohen Klimakomfort, ausserdem eine gute Bewegungsfreiheit und dann doch auch einige der Praxis dienliche Details. Da müssen persönliche Vorlieben entscheiden und vor allem auch die Einsatzbereiche, für die man das Teil verwenden möchte. Denn je nachdem, ob für eine Wanderung, Ski- oder Schneeschuhtour oder auch einfach auf dem Stadtbummel, kommen unterschiedliche Modelle in die engere Wahl. Wie wichtig dann auch Details wie eine Kapuze, Zweiweg-Reissverschlüsse, ein körperbetonter Schnitt oder eine ausreichende Zahl von richtig positionierten Taschen zum Wärmen der Hände sind, muss jeder und jede für sich selber entscheiden. Was auch bezüglich der Füllmaterialen gilt: Daune, Wolle oder Kunstfaser? Wie gut so eine Jacke wärmt, hängt einerseits von der Art und andererseits von der Qualität und Menge des Füllmaterials und der qualitativen Verarbeitung der Jacke ab. Oder kurz gesagt: Wer auch im Winter viel Sport treibt und weder «schlechtes» Wetter mit Wind und Kälte noch mit Nässe scheut, benötigt ein Produkt, das neben der Wärmeisolation auch ein hohes Mass an Atmungsaktivität bietet. Und genau dafür sind diese leichten Isolationsjacken gedacht.

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