Text: Gretz Communication, Titelbild: © Thurgau Tourismus

Genussvoll durch den Apfelkanton

Die Geschichte mit dem Apfel fängt ja schon im Paradies an. Und bis heute hat die rotwangige Frucht nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Das wird einem spätestens dann klar, wenn man in den grössten Obstbaukanton der Schweiz fährt. Mit allein 210‘000 Hochstamm-Apfelbäumen und 1600 Hektaren Obstkulturen ist der Thurgau ein wahres Apfelparadies. Im Frühling, wenn die Bäume in Blüte stehen, taucht man vielerorts in ein zartrosa Blütenmeer ein.

Über die Seidenstrasse – dem alten Handelsweg zwischen China und Griechenland – fand der Apfel seinen Weg nach Europa. Zunächst nach Griechenland, dann weiter nach Rom und von dort aus zu uns in die Schweiz. In der Römerzeit wurden rund um Rom ungefähr 21 Apfelsorten angebaut. Im Alpenraum und somit im Thurgau wurde der Apfel erstmals im 13. Jahrhundert gepflanzt. Die Bezeichnung «Apfel» stammt derweil von den Bajuwaren, die ab dem 6. Jahrhundert das Land südlich der Alpen erobert haben. Im Germanischen bedeutete „ap-a-la“ so viel wie Apfel.

Die Natur erwacht zu neuem Leben
Während der Blütenzeit der Obstbäume, im Thurgau «Bluescht» genannt, erwacht die Natur zu neuem Leben und die Region zeigt sich von ihrer schönsten Seite. Mit über 210‘000 Hochstamm-Apfelbäume und mehr als 1600 Hektare Obstkulturen ist der Thurgau der grösste Obstbaukanton der Schweiz. Von April bis Mai, wenn sich die Blütenknospen der Obstbäume öffnen, taucht man vielerorts in ein buntes Blütenparadies ein. Doch nicht nur Apfelbäume, auch Kirschen-, Aprikosen- und Birnenbäume gedeihen in «Mostindien» besonders prächtig. Über 700 Betriebe in der Region tragen dazu bei, dass man die Früchte stets regional beziehen kann.

Madame Bluescht weiss Bescheid
Apropos: Über die Apfelblüte weiss niemand so gut Bescheid wie Madame Bluescht. Denn das Blüten-Spektakel hält sich an keinen fixen Terminkalender; je nach Region und Höhenlage öffnen sich die dicken rosafarbenen Blütenkränze zu unterschiedlichen Zeiten. Damit der Ausflug ins Thurgauer Blütenmeer nicht zur Schnitzeljagd mit ungewissem Ausgang gerät, können sich die Besucher vorab bei Madame Bluescht genau informieren – sie kennt die aktuellen Blühtermine und gibt über das Bluescht-Telefon mit der Nummer 071 531 01 30 Auskunft über den Stand der Blüte. Mit individuellen Ausflugs- und Erlebnistipps macht sie den Besuchern die Planung einfacher. Und wer sein Wissen über die Blütenzeit mit Madame Bluescht messen will, kann dies im neuen Online-Quiz auf www.thurgau-bodensee.ch/bluescht testen und dabei neue und spannende Facts über die wohl schönste Zeit im Apfelkanton in Erfahrung bringen. Auf der ebenfalls neu eingerichteten Webcam lässt sich das bunte Schauspiel übrigens sogar vom Sofa aus verfolgen.

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Alles über die rotwangige Frucht
Doch natürlich sollte man dieses Ereignis vor Ort erleben. Beispielsweise auf den drei beschilderten Apfelwegen ab Altnau. Die drei Strecken, die sich zu Rundwegen von fünf, sechs oder sieben Kilometern verbinden lassen, sind in der Bluescht-Zeit wahrlich spektakulär. Für jeden Weg steht eins der drei Apfelmaskottchen Pate: Lisi, Emma oder Fredi. Kleine und grosse Entdecker erfahren, weshalb der Apfel hier besonders gut gedeiht; dank den Infotafeln und Mitmachstationen am Wegesrand. Auf dem Apfelweg lässt es sich sprichwörtlich ins bunte Blütenmeer eintauchen. Das Apfeldorf Altnau liegt zwischen Romanshorn und Kreuzlingen direkt am Bodensee und pflegt seit Generationen die Zucht, den Anbau und die Verarbeitung von diversen Obstsorten.

Genussvoll durch das Blütenmeer
Wer die Blütenpracht des Thurgaus lieber per Velo entdeckt, für den ist die Genuss-Velotour ein einmaliges Highlight. Sie beginnt beim Bahnhof in Romanshorn, und bereits beim Hofladen der Öpfelfarm locken verschiedene Thurgauer Apfelspezialitäten – von traditionellen getrockneten Apfelringli bis zur Apfelschokolade gibt es alles was das Velofahrerherz begehrt. Derweil führt die Bluescht-Velotour einmal rund um das rosa getupfte Blütenmeer. Ein Zwischenziel ist das Wasserschloss Hagenwil, dessen ältesten Teile rund 800 Jahre sind. Es beherbergt einen Gastronomiebetrieb, der mit frischer Küche und regionalen Spezialitäten zur Rast einlädt. Ebenfalls genussvoll unterwegs sind Besucher auf dem FoodTrail im Städtchen Arbon – an sechs Genuss-Standorten können jeweils schmackhafte Thurgauer Spezialitäten probiert werden. Wer das Ganze lieber etwas gemütlicher angehen will, dem sei die Bluescht-Fahrt mit dem Zug empfohlen; von St. Gallen via Roggwil über Egnach bis nach Kreuzlingen führt diese Zugfahrt an den schönsten Bluescht-Spots im Oberthurgau vorbei.

Das 360°-Apfelparadies für alle Sinne
Um das Apfel-Erlebnis zu komplettieren, können Besucher gar unter Apfelbäumen nächtigen; möglich macht dies der Einachser mit aufgebautem Doppelbett auf dem Hagschnurer Hof. Ein Himmelbett am Freiluft-Standort. Wer lieber drinnen schläft, der kann dies im speziellen «Apfelzimmer» im Hotel Greuterhof tun – in einem wahrlich kulturhistorischen Haus. Dass die schmackhaften Früchte auch eine wohltuende Wirkung haben, beweist das Wellnesshotel Golfpanorama in Lipperswil: Im Spa-Bereich «Fleur de pomme» hat der Apfel ebenfalls eine Hauptrolle. Und: Das Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum «MoMö» in Arbon ist eine Hommage an die Region und ans Safthandwerk, der seit fünf Generationen aktiven Mosterei Möhl. Das MoMö-Museum veranschaulicht die Genusswelt der Familie Möhl und macht den Apfel und die Saftherstellung im Thurgau mit allen Sinnen erlebbar.

Über die Region Thurgau Bodensee: Weite Blicke übers Wasser und die Berge zum Greifen nah: Am südlichen Ufer des Bodensees breitet sich auf sanften Hügeln die Landschaft des Thurgaus aus. Ein Terrain wie fürs Velofahren modelliert. Familien lieben die Campingplätze direkt am Wasser. Naturliebhaber gehen abseits ausgetretener Pfade auf Entdeckungstour. Und mit seinen vielen ausgefallenen Hotels zeigt der Thurgau, wie modern und innovativ eine so ländlich geprägte Region sein kann. Wer in den Ferien nicht stillsitzen mag, kann im Thurgau nicht nur schwimmen, segeln und Radfahren, sondern auch auf Kamelen reiten oder sich auf den Inlineskate-Routen den Wind um die Nase wehen lassen. Die Landschaft ist satt und saftig, überall schlängeln sich die Strassen an Apfelhainen entlang. Die Apfelbäume prägen zu allen Jahreszeiten das Landschaftsbild. Am schönsten ist es im Frühjahr, wenn der Thurgau zur Blütezeit sein romantisches Blütentupfen-Kleid trägt.

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