Die 88 schönsten Genuss-Wanderungen

Wenn Fritz Hegi mit seiner Gruppe wandert, ist von vorneweg klar: Es wird eine gemütliche Tour werden, die in Sachen Ausdauer und Können seinen Wanderfreunden entspricht. In einem neuen Wanderbuch, erschienen bei Rothus Medien Solothurn, präsentiert «WanderFritz» sage und schreibe 88 Genusstouren.

In diesem Buch stellt Fritz Hegi nur sogenannte Genusswanderungen vor. Sie eignen sich sowohl für Senioren, Familien mit (Klein-)Kindern, Gruppen, Normalwanderinnen wie auch für leistungsbezogene «Kampfwander*innen», die es auch mal etwas gemütlicher haben möchten. Im Vordergrund steht dabei also das Lustprinzip. Dieses geht davon aus, dass die Länge der Tour, die Höhenmeter, die Steilheit des Terrains und der Rucksack nicht allzu hohe Werte erreichen sollten. Und – wichtig! – auch davon, dass man niemandem mehr etwas beweisen muss und dass eine Beiz am Weg immer auch willkommen ist. Wert legt er auch darauf, dass alle Wanderungen mit dem ÖV möglich sind.

Das Wandern und vor allem das Bergwandern zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten unseres Landes. Auf einem Netz von über 65000 Kilometern signalisierten und gut unterhaltenen Wanderwegen gibts in diesem Land tatsächlich für jeden und jede etwas. Dennoch gilt: Wer regelmässig oder auch nur gelegentlich in den Bergen zu Fuss unterwegs ist, tut gut daran, sich vor dem Losmarschieren ein paar Überlegungen zu machen – zur Ausrüstung, zur geplanten Tour, zur voraussichtlichen Wettersituation, auch zur Gruppe, mit der man wandern möchte.

Zusammen unterwegs sein
Gemeinsam mit Freunden und Kolleginnen eine Wanderung zu unternehmen, macht (normalerweise) mehr Spass als eine Solotour. Man kennt einander und hilft sich gegenseitig, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Ein Schwächeanfall oder ein Misstritt zur unpassenden Zeit kann zwar jedem passieren, doch steigt mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit, dass sowas eintrifft.

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Zur geselligen Komponente kommen der Erlebnis- und der kulinarische Aspekt: WanderFritz-Touren führen in wunderbare Landschaften, zu kulturellen Höhenpunkten, und sie umfassen stets einen Startkaffee zu Beginn der Wanderung sowie ein feines, typisch schweizerisches (Mittag-)Essen unterwegs oder an deren Ende. Wichtiger Faktor im Gruppenwandern ist auch das Ausüben von Toleranz – auch sich selber gegenüber. Vor allem ältere Menschen sollten nicht wütend werden, wenn es bergauf plötzlich nicht mehr so rund läuft wie früher und die Zeitangaben auf dem Wegweiser nicht mehr einzuhalten sind. Das ist nun einmal so, und diese Toleranz sollte man auch dem Kollegen, der Kollegin gegenüber gelten lassen. Also: Tempo anpassen und mehr Zeit einräumen – Hauptsache, man hat es gut zusammen.

Seriös planen
Jede Wanderung erfordert ein hohes Mass an Eigenverantwortung und ein Bewusstsein für mögliche Gefahren. Zu einer guten Planung gehören das Studium von Karten, der entsprechenden Wanderliteratur und allenfalls von (neueren) Tourenberichten auf einem der Internet-Tourenportale, wie www.tourenplaner-schweiz.ch. Dazu auch das zeitgerechte Verfolgen des zu erwartenden Wetters (z. B. auf www.meteoschweiz.ch oder www.meteoblue.com), eine Alternative, falls ein Wegstück unverhofft Schwierigkeiten bereiten sollte. Und ganz sicher sollten auch Überlegungen hinzukommen, was wäre, wenn etwas schief gehen, ein Unfall passieren würde.
Ausserdem macht es einen Unterschied, ob man alleine wandert oder in einer Gruppe unterwegs ist. Wer solo wandert, sollte bei einer vertrauten Person seine Absichten hinterlassen. Und wer zusammen mit Kolleginnen und Freunden unterwegs ist, sollte Schwierigkeitsgrad, Distanzen, Höhendifferenzen und die Marschzeit auf die schwächsten Gruppenmitglieder abstimmen. «Ältere» Semester, aber auch Familien mit Kleinkindern sollten sich nicht scheuen, auf die angegeben Wanderzeiten noch eine Reserve von zehn bis fünfzehn Prozent einzuplanen. Der «Bergwander-Check» der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu.ch) vermittelt einen seriösen Fragenkatalog, damit bei der Planung nichts vergessen geht.

Fritz Hegi hat während vieler Jahre für das Wandermagazin SCHWEIZ Seniorenwanderungen verfasst. Diese «88 Genusstouren mit WanderFritz» sind eine Auswahl aus seinem umfangreichen Wanderleben. Mit vielen Bildern und Tourenbeschreibungen in bewährter Wandermagazin SCHWEIZ-Qualität weckt es die Lust auf ein ganzes Jahr entspanntes Wandern in allen Landesteilen. 

Fritz Hegi
Die 88 schönsten Genusswanderungen
212 Seiten, 12,2 x 21 cm, CHF 24.90, ISBN 978-3-03865-058-4, Rothus Medien, April 2021Rothus Verlag
Schöngrünstrasse 2, 4500 Solothurn, Telefon +41 32 626 40 30, www.wandershop-schweiz.ch

«Man darf uns Ältere nicht schubladisieren. Meine Erfahrung zeigt, dass auch Jüngere gerne solche Genusswanderungen unternehmen, wie sie in diesem Buch vorgestellt sind. Nur fehlt ihnen oft die Zeit dazu.»

Interview mit Fritz Hegi auf Kanal 9 Tagesinfo vom 7. April 2021
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Wandermagazin SCHWEIZ 5/2021

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Dies- oder jenseits der Landesgrenze bleiben? Das war eine der wichtigen Fragen während der letzten zwei Jahre. Das Wandermagazin SCHWEIZ hat für diese Ausgabe mehrfach die Grenzen überschritten. Das Ausland

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