Text und Bilder: Aeschi Tourismus

Aeschi – zentral genial!

Die Gemeinde Aeschi liegt auf 860 m ü. M. auf einer Sonnenterasse hoch über dem Thunersee. Im Herzen des Berner Oberlandes gelegen, sind Aeschi und Aeschiried perfekte Ausgangspunkte für erholsame Ferien und erlebnisreiche Wanderungen, etwa zum Morgenberghorn, ins idyllische Suldtal oder via Panoramaweg nach Leissigen oder ins Kiental.

Rund 400 Gästebetten verteilen sich auf die verschiedenen Hotels, Ferienwohnungen, Gruppenunterkünfte und den Campingplatz. Je nach Lage der Unterkunft, blickt man über den Thunersee, zum Niesen oder zu den Bergen des Kandertals. In Aeschi geniesst man die Ruhe und das Dorfleben ohne auf etwas verzichten zu müssen. Denn Aeschi bietet alles, was es für einen unbeschwerten Urlaub braucht. Nebst zwei Lebensmittelgeschäften gibt es eine Bäckerei, eine Metzgerei und ein Blumengeschäft. Auch Einkehrmöglichkeiten sind in Aeschi viele vorhanden: vom Gourmet-Restaurant über die rustikale Beiz bis zum Take-away. Gemütlich Frühstücken kann man in einem der Cafés und Währschaftes aus der Schweizer Küche wird in den Restaurants angeboten. Regelmässig gibt es in der «Chemihütte» volkstümliche Unterhaltung, Tanzabende und Ländlerzmorge-Brunch – und im Hallenbad mit Wellnessbereich kann man auch bei einem Regentag gemütlich ausspannen.

Bad Heustrich und Geschichte
Im Bad Heustrich findet man den Ursprung des Tourismus in Aeschi. Eine Schwefelquelle, welcher man heilende Wirkung nachsagte, lockte Gäste aus nah und fern an. 1770 diente die Heilquelle am Fusse des Niesen zum kuren. Hierbei war nicht nur das Baden ein wichtiger Teil, auch kulinarisch und gesellschaftlich war der Aufenthalt im Heustrich ein beliebtes Ziel. Zudem gab es eine pneumatische Glocke, in welcher der Kurgast über rund vier Stunden komprimierte Luft atmete. Im Kuhsalon hingegen genoss der Gast bei einem Becher Molke die amoniakhaltigen Düfte der Kühe. Täglich wandelte man vor jeder Mahlzeit hinauf zur Schwefelquelle, deren Wasser auf leeren Magen nur schluckweise getrunken wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg brannte das Bad ab und konnte nach dem Wiederaufbau nie wieder an die Zeiten der Hochblüte anbinden. Heute gehört das Bad Heustrich einer Stiftung und bietet Menschen mit einer Lernschwäche oder einer kognitiven Beeinträchtigung einen Arbeitsplatz und betreutes Wohnen.
Die Geschichte des Bad Heustrich kann man in einem neu aufgelegten Flyer nachlesen. Dieser enthält die wichtigsten Details zu diesem spannenden Thema. Ein Rundweg führt hinunter zu diesem oftmals vergessenen Teil von Aeschi. Ein Abstecher zur Quelle zeigt eindrücklich die Pfade der damals wandelnden Kurgäste. Das alte Quellhäusschen steht immer noch. Das Schwefelwasser fliesst jedoch nur noch zeitweise. Verschiebungen des lockeren Gesteins am Niesen haben der  Quellfassung zugesetzt.

Wandern, Rundwege und Kindertrails
Aeschi und Aeschiried gehören zu den schönsten Wandergebieten im Berner Oberland. Durch ihre Lage sind die Wanderungen zwar meist mit Steigungen verbunden, doch die Vielfältigkeit des Gebiets lässt für jedes Wanderherz eine Option offen. Wer es gerne gemütlich mag, wandert hinein in das idyllische Suldtal. Nach einem kurzen Stück entlang der Ortsstrasse, folgt der Abstieg hinunter zum Bergbach Suld. Diese sprudelt fröhlich über die Steine. Glasklares Wasser, kleine Pools und die erfrischende Kühle des kalten Wassers sind wohltuend für Körper und Geist. Unterwegs blühen je nach Saison seltene Blumen. An zwei Stellen blüht der geschützte Türkenbund. Bevor die Pflanze zum Blühen kommt, ist sie unscheinbar und wird leicht übersehen. Gehen dann die Blüten auf, verzaubern sie den Betrachter mit ihrer betörenden Schönheit. Eine weitere, sehr seltene und ebenfalls geschützte Blume findet sich im unteren Suldtal: der im Frühjahr blühende Frauenschuh. Nach rund einer Stunde Wanderzeit ab Aeschiried trifft man beim Restaurant Pochtenfall ein. Von Mai bis Oktober ist das Pintli täglich geöffnet und bietet feines zum Essen und erfrischende Getränke an. In früheren Zeiten wurde im Suldtal Holz geschlagen und direkt vor Ort gesägt. Von der Säge zeugt heute nur noch das Wasserrad beim Restaurant Pochtenfall.

Bei der Brücke vor dem Restaurant beginnt der Pochtenfall-Rundweg. Die Runde führt auf der rechten Seite des Pochtenfalls hinauf bis zur Aussichtsplattform. Hier kann das Tosen des fallenden Wassers besonders eindrücklich beobachtet werden. Folgt man dem Weg weiter, kommt man bald zu einer Abzweigung und gelangt über eine kleine Holzbrücke auf die andere Seite des Gewässers. Ab hier führt der steile Abstieg zurück bis zum Restaurant Pochtenfall.

Einer der Höhepunkte von Aeschi ist die Bergwanderung auf das Morgenberghorn. Den Wanderer erwartet ein steiler und nicht ganz einfacher Aufstieg. Einmal auf dem Gipfel angekommen, wird man mit einer spektakulären Aussicht belohnt: Der Blick geht über Aeschi, den Thuner- und Brienzersee, ins Frutigtal und weit über Thun hinaus ins Berner Mittelland. «Aeschi Aschi» – das Dorforiginal von Aeschi – kann über das Morgenberghorn noch viel mehr berichten. Über 1000 Mal hat er das Morgenberghorn bereits bestiegen und ist dieser Wanderung immer noch nicht müde. Während «Aschi» mit dem Fahrrad bis Schlieri fährt und dann den direktesten aber auch steilsten Weg unter die Füsse nimmt, ist die Wanderung ab Aeschiried via Allmispitz einfacher. Folgt man dem Grat oberhalb Alp Birebärg Richtung Greberegg und Brunni, kann man immer wieder auf einem der vielen Bänkli ausruhen. Der Aufstieg über den Grat führt weiter zur Alp Brunni, am Fusse des imposanten Berges. Hier kann auf Wunsch auch übernachtet, etwas gegessen und getrunken werden. Zudem gibt es leckeren Geissenkäse , entweder nature oder mit Chili und Alpenkräutern zu kaufen.

Jetzt folgt der steile Anstieg bis zum «Chemi». Eine Kette erleichtert hier den Aufstieg. Nach dieser Schlüsselstelle führt der Weg in kurzen Serpentinen steil bergan. Wer zurückschaut, wird von der schwindelerregenden Aussicht überwältigt. Unterhalb des Gipfels folgt die nächste Überraschung: auf den steilen Wiesen weiden Schafe, denen das unwegsame Gelände überhaupt keine Schwierigkeiten zu bereiten scheint. Auf dem Gipfel angekommen, öffnet sich eine sensationelle 360°-Rundumsicht. Nach dem Eintrag ins Gipfelbuch sollte man dann an den Abstieg denken, denn auf dem Gipfel ist erst die Hälfte der Wanderung geschafft. Nun geht es bergab zum Rengglipass, über tückisches Geröll und einen teilweise kettengesicherten Pfad. Der Blick ins Saxettal und zur Latrejenalp ist dabei spektakulär. Gleich unterhalb des Rengglipass befindet sich eine weitere Geissenalp. Hier ist die Hektik des Alltags weit entfernt und das Bauernpaar freut sich über einen kurzen Besuch. Etwas gemächlicher geht es ab hier hinunter bis zu den Alphütten im Mittelberg. Entlang dem Latrejebach führt der Weg nun bis zur Aussichtsplattform auf den Pochtenfall und weiter zum gleichnamigen Restaurant. Am Wochenende von Juli bis September kann die Tour ab hier abgekürzt und mit dem Postauto bis Aeschiried gefahren werden.

In Aeschi gibt es aber auch einfachere Wanderungen. Etwas gemächlicher, aber mit ebenso schöner Aussicht, führt der Panoramaweg von Aeschiried über die Meielisalp bis nach Leissigen. Der Blick auf den Thunersee und die gegenüberliegenden Berge sowie die Querung der Hängebrücke oberhalb von Leissigen gehören zu den Höhepunkten dieser Tour. Der Panoramaweg kann auch in der entgegengesetzten Richtung bis Kiental begangen werden.

Im Jahr 2011 wurde in Aeschi das Bänkli-Projekt ins Leben gerufen. Dieses wurde  mit einem Bänkli-Rundweg ab Aeschi via Seewenegg, Aeschiried und zurück nach Aeschi gestartet und 2017 mit dem alpinen Bänkli-Rundweg erweitert. Entlang der beiden Wege gibt es bereits jetzt viele Bänkli, welche von Privatpersonen und Firmen gespendet wurden. Viele Standorte, zum Beispiel ab Allmispitz bis Greberegg und Suld, sind noch für Sponsoren verfügbar. Auf der Webseite www.beo-baenkli.ch können die freien Standorte eingesehen und via Aeschi Tourismus reserviert werden. In den Kosten von CHF 520.– sind das Bänkli sowie die Gravur mit 15 Buchstaben und die Platzierung des Bänklis inbegriffen. Wanderer geniessen von den Bänkli die wunderschöne Aussicht.

Aeschi ist ein Familiengebiet! Unsere Themenwege locken auch Kinder in die Berge. Toptour ist der Schatzsuche-Trail, geeignet für Kinder von 6 bis 13 Jahren.Den «Schatz» finden die Kinder mittels einer Schatzkarte mit Wegbeschreibung. Entlang des Weges müssen dabei knifflige Fragen beantworten werden. Erst dann entdecken die Kinder die Schatztruhe und dürfen sich ein hübsches Geschenk auswählen. Rund zweieinhalb Stunden dauert diese Wanderung und die Kinder merken dabei kaum, wie die Zeit vergeht. Die Kinderfüsse fliegen, der Enthusiasmus den Schatz zu finden ist kaum zu bremsen und die Eltern geniessen derweilen die Natur.
Da der Schatzsuche-Trail nicht kinderwagentauglich und für kleinere Kinder evtl. zu lang ist, wurde für Kinder unter 6 Jahren der etwas kürzere Mini-Trail eingerichtet. Im Tourismusbüro, im Hallenbad-Bistro oder beim Volg erhalten die Kinder 10 Fotostreifen mit jeweils drei Bildern zur Auswahl sowie einen Wegbeschrieb mit Schatzkarte. Auf dem Weg durch den Ort finden die Kinder jeweils eines der auf den Fotostreifen abgebildeten Fotos: Schnell einen kleinen Kleber zum entsprechenden Bild geklebt und weiter geht es zum nächsten Posten. Der Mini-Trail ist kinderwagentauglich und auch hier wartet am Ende eine Schatztruhe mit tollen Geschenken.
Aktuell wurde in Aeschiried der Waeschi-Rundweg eröffnet. Entlang des Weges stehen Posten, an denen die Kinder wo tasten, spielen, rätseln und fotografieren können. Die spannende Geschichte von Waeschi dem Waschbär, dem Hund Nino und der Maus Finja, gibt es auch als Fotokinderbuch zu kaufen. Obwohl der Weg auch ohne Buch begangen werden kann, ist die Erzählung von Waeschi, Nino und Finja doch eine tolle Ergänzung zum Angebot.

Die Natur in Aeschi ist äusserst vielfältig. Im Sommer finden alle zwei Wochen botanische Exkursionen statt. Hierbei erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die blühenden Pflanzen, über Bodenbeschaffenheit und die Zusammenhänge der Natur und Landwirtschaft. Gerade auch die durch die Klimaveränderung hervorgerufenen Pflanzenwechsel werden durch Niklaus Roder bestens visualisiert und aufgezeigt.

Von Juli bis August gibt es jeweils am Montagabend um 17 Uhr eine Dorfführung mit anschliessendem Apéro. Die kleine Runde durchs Dorf gibt Einblick in die Geschichte von Aeschi. Das «Ischhüsli» sorgt immer wieder für viel Gesprächsstoff. Hier wurde vor vielen Jahren Eis aus dem Seeli auf der Niesenmatte (in Aeschi gab es früher tatsächlich einen kleinen See) in grossen Würfeln herausgesägt und in Sägemehl im «Ischhüsli» konserviert. Das Eis wurde an die Hotels in der Umgebung zur Kühlung der Lebensmittel verwendet. Spannend ist auch die Kirche von Aeschi, welche bei der Dorfführung natürlich nicht fehlen darf. Auch hierzu erfahren Sie viel Wissenswertes zu Entstehung und Baujahr und auch etliche lustige Begebenheiten.

Einer der schönsten Anlässe im Jahr ist der Alpabzug mit Markt im Suldtal. Zwischen Anfang und Mitte September kommen die Älpler mit ihren Tieren wieder zurück ins Tal. Nach einem langen und schönen Sommer auf einer der zahlreichen Alpen im Suldtal und im Latrejenfeld, werden die Tiere geputzt, geschmückt und mit ihren wunderschönen Glocken versehen. Die Kinder und Älpler kleiden sich in Tracht und Mälchrock und treiben die Tiere zurück ins Tal. Während die Besucher auf die Ankunft der «Züglete» warten, finden sie Ablenkung auf dem Älplermarkt im Suldtal. Hier werden Käse von den diversen Bergen feilgehalten und auch für das leibliche Wohl ist an den diversen Ständen mit Käsbrätel, Bratwürsten, Apfelküchlein und erfrischenden Getränken gesorgt. Gegen Mittag ist es dann soweit. Vorab kommen die Kinder mit den Ziegen, dicht gefolgt von den schön geschmückten Kühen. Während einige gerne mit dem Shuttle-Bus die Strecke zwischen Aeschiried und Suld bewältigen, schliessen sich andere der Kuhherde an und folgen dieser bis nach Aeschiried.

Auf den Wiesen von Aeschi findet man aber nicht nur grasende Kühe, sondern eine Vielzahl an eher exotischen Tieren. Lamas wie auch Alpakas sind kein ungewohntes Bild in Aeschi. Auch Hochlandrinder sieht man in Aeschi vielerorts und auch Esel sind gerne gehalten Tiere. Auf der Mountain-Ranch kann man auf ganz spezielle Art und Weise Ferien machen: im Mountain-Ranch-Cabin kann man mit seinen eigenen Pferden unterkommen. Und noch ein tierischer Höhepunkt: In Aeschi befindet sich der wohl einzige Wurmstall der Schweiz. Die fleissigen Würmer sind zwar nicht sichtbar, doch die Erde, welche sie im Verborgenen verarbeiten, ist der beste Dünger für alle Gartenpflanzen.

Aeschi Tourismus
Scheidgasse 8
3703 Aeschi bei Spiez
Tel. +41 (0)33 654 14 24
Fax +41 (0)33 654 14 27
info@aeschi-tourismus.ch
www.aeschi-tourismus.ch

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